Was ist Ergotherapie

Was ist Ergotherapie

Die Ergotherapie beruht auf medizinischer und sozialwissenschaftlicher Grundlage. Sie ist ein Heilmittel, das ärztlich verordnet werden muss. Behandelt werden Menschen jeden Alters mit motorisch-funktionellen, sensomotorisch- perzeptiven, neuropsychologischen und/ oder psychosozialen Störungen.

In der Ergotherapie wird  Menschen geholfen, im Alltag die größtmögliche Handlungsfähigkeit wieder zu erreichen und zu behalten.
Diesen Menschen soll es ermöglicht werden, für sie bedeutungsvolle Betätigung in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrem Umfeld ausüben zu können.

Der Weg zur ergotherapeutischen Behandlung

Die Ergotherapie ist eine Vertragsleistung der gesetzlichen Krankenkassen und wird von Ihrem Arzt verordnet. Sie kann in der Praxis in Einzel- und Gruppenbehandlung, sowie als Hausbesuch durchgeführt werden.

Der verordnende Arzt (Facharzt oder Hausarzt) benötigt dazu für Patienten der gesetzlichen Krankenkassen ein spezielles Formular der Heilmittelverordnung Nr. 18, „Maßnahmen der Ergotherapie“. Für Patienten einer privaten Krankenversicherung ist eine formlose Verordnung ihres behandelnden Arztes ausreichend.

Der Patient muss 10% von den Behandlungskosten und 10,- € pro Rezept dazu bezahlen. Ausgenommen von der Zuzahlung sind Minderjährige oder von der Zuzahlung befreite Patienten.

 

Therapieablauf

Eine ergotherapeutische Behandlung beginnt mit einem Anamnesegespräch und einer Befunderhebung.
Die Ergebnisse aus der Befunderhebung und eine gemeinsame Zielsetzung werden mit dem Patienten bzw. bei Kindern mit den Eltern besprochen und erarbeitet.
In der Praxis finden Einzel-und Gruppentherapien statt. Patienten können auch im häuslichen Umfeld behandelt werden.
Kinder können auch in Absprache mit Lehrern und Erziehern in der Schule oder im Kindergarten behandelt werden.

 

Ziele der ergotherapeutischen Behandlung

Die Ergotherapie verfolgt das Ziel, Menschen jeden Alters zu unterstützen, verloren gegangene oder noch nicht vorhandene Handlungsfähigkeiten wieder herzustellen oder zu erreichen.

  • Förderung der Entwicklung
  • Verbesserung und Erhalt motorischer, sensorischer, psychischer und kognitiver Funktionen und Fähigkeiten
  • Krankheits- und Alltagsbewältigung
  • Wiedereingliederung in Familie, Beruf und Gesellschaft
  • Wiedergewinnung größtmöglicher Selbstständigkeit und Eigenverantwortung
  • Beratung der Patienten und der Angehörigen